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- Nexus, Ereignisse - Januar-Februar 2026
Am 14. Februar wurde Richard Moth als Erzbischof von Westminster, England installiert. Er ist Oblate von Pluscarden (Subiaco-Cassinese Kongregation). Am 2. Februar etablierte Abtprimas Jeremias Schröder ein Internationales Sekretariat für die benediktinischen Säkularoblaten und ernannte Dr. Roberto Lomolino, Oblate von Sant’Anselmo, zum Generalsekretär. Er arbeitet eng mit Abt Jean-Pierre Longeat zusammen, dem Delegaten des Abtprimas für die Oblaten. Hauptaufgabe des Sekretariats ist die Förderung der internationalen Zusammenarbeit der Oblaten, sowie die Vorbereitung des nächsten Internationalen Oblatenkongresses, der im Jahr 2030 stattfinden soll. Außerdem soll das Sekretariat die Vorbereitungen des Benediktinischen Jubiläums 2029 unterstützen. Am gleichen Tag wurde bekanntgegeben, dass P. Juan Pablo Rubio, Mönch der Abtei Valle de los Caidos in Spanien (Solesmenser Kongregation) zum neuen Generalprokurator der Solesmenser Kongregation ernannt wurde. 31. Januar: Bischof Manel Nin Güell, Mönch von Montserrat (Subiaco-Cassinesische Kongr.) und bisher Exarch für die Katholiken des byzantinischen Ritus in Griechenland mit Sitz in Athen, wurde zum Exarch des Klosters Grottaferrata ernannt . Am 15. Januar wurde P. Geraldo Gonzalez Lima zum Abt seines Klosters Sao Geraldo in Sao Paulo (Ungarische Kongregation) gewählt. Er war über 20 Jahre lang in Sant’Anselmo tätig, zunächst als Sekretär von Abtprimas Notker und dann als Ökonom von Sant’Anselmo und Schatzmeister der Konföderation. Für mehrere Kongregationen wirkte er als Prokurator in der Kurie und war ein aktives Mitglied der Equipe Internationale der AIM. Im Herbst wird Erzabt em. Korbinian Birnbacher von St Peter in Salzburg (Österreichische Kongregation) die Aufgabe des Ökonoms von Sant’Anselmo übernehmen. Bis dahin versieht P. Rafael Dos Santos diese Aufgabe. Abt Geraldo González y Lima und Erzabt emeritus Korbinian Birnbacher 28. Januar: P. Richard Multerer wurde für eine dritte Periode zum Prior Administrator von Schweiklberg (Kongregation von St. Ottilien) gewählt. 27. Januar: Abt Clement Ettany von Kappadu (Kongregation von der Verkündigung) wurde zum neuen Vorsitzenden der India-Sri Lankan Benedictine Federation gewählt. Priorin Asha von St. Lioba ist seine Stellvertreterin, Prior John Kaippallimyalil von Kumily (St. Ottilien) der Sekretär. Anfang Januar nahm die “Fondazione Benedettina Pax et Sapientia” ihre Aktivitäten auf. Diese Stiftung wurde nach italienischen Recht errichtet und unterstützt die kulturellen und akademischen Aktivitäten von Sant’Anselmo. Sie wird es auch ermöglichen, öffentliche Subventionen für diese Tätigkeiten zu erhalten. osb.org
- Nexus, Januar-Februar 2026
In meiner Heimat ist der Karneval ziemlich wichtig; in Rom spielt er keine Rolle und auch im Heiligen Land, wo ich das letzte Wochenende verbracht habe, scheint der Valentinstag religionsübergreifend wichtiger zu sein als unsere katholischen Vorfastenbräuche. Meine Tage in Israel waren intensiv. Es gab Begegnungen mit den sieben benediktinischen Gemeinschaften und den befreundeten Trappisten. Fünf Klöster haben einen französischen Hintergrund, zwei einen deutschen, dazu kommen noch die Benediktinerinnen aus den Philippinen – man verständigt sich also Englisch und Französisch. Alle Gemeinschaften sind eher klein, zwischen 3 und 13 Mitgliedern. Alle rekrutieren aus dem Ausland. Die Brüder und Schwestern sind entweder Pilger und Suchende, die im Heiligen Land Wurzeln geschlagen haben, oft mit abenteuerlichen Biographien, oder sie wurden aus Klöstern in Europa, Afrika oder Asien entsandt. Ökonomisch hängen die meisten Gemeinschaften von Touristen und Pilgern ab; die Klosterläden spielen eine große Rolle. Alle beschäftigen einheimische arabischsprachige Christen, und helfen so der christliche Minderheit überleben. Die schrecklichen Ereignisse der letzten Jahre – der Überfall vom 7. Oktober 2023, der trotz Waffenstillstand weiter schwelende Gaza-Krieg, der Irankonflikt und gewaltige innere Spannungen – liegen bleischwer über der Atmosphäre im Land, eine vergiftete Normalität. Aber in der Grabeskirche zeigte mir Abt Nikodemus Schnabel auch ein Hoffnungszeichen: inzwischen ist die jahrhundertelang aufgeschobene Renovierung endlich in Gang gekommen, und die so oft zerstrittenen Konfessionen haben es geschafft, in erstaunlicher Einmütigkeit ein großes und ehrgeiziges Projekt auf den Weg zu bringen. Im Angesicht der blutigen Konflikte konnten sich die Christen aufs Gemeinsame besinnen. Die Zeit der “prügelnden Mönche” scheint vorbei. _____________________________ In den letzten Jahren war unser Haus hier in Sant’Anselmo immer gut gefüllt. Im Laufe des Frühjahrs klärt sich, wer das Haus verlässt und wieviel freue Plätze wir fürs nächste Studienjahr haben werden. Alle Äbte, die überlegen, jemanden ab dem Wintersemester 2026/27 nach Sant’Anselmo zu schicken, möchten wir bitten, bis Ende März eine Nachricht an unseren Prior zu schicken (priore@anselmianum.com), damit wir planen können. Es gibt auch - einige wenige - Stipendien. Auch für die ist der Bewerbungsschluss der 31. März. Besonders hinweisen möchte ich auch noch auf unsere beiden englischsprachigen Sommerkurse: Monastic Aggiornamento - ein Sabbatzeit-Programm für Benediktiner und Benediktinerinnen vom 5.-25. Juli. Außerdem gibt es die “Sommerschule für Oblaten”, vom 4.-24. Juli. Mehr Informationen gibt es auf unserer Webseite. _____________________________ Vor ein paar Tagen schrieb mir ein Mitbruder: “Ich bin dankbar und froh, wenn jemand Kunst und Schönheit wertschätzt. Das hilft uns, unsere kleinen Welten zu retten. Und viele andere, die wir vielleicht gar nicht kennen.” Die Rede von der Kleinen Welt hat mich zum Nachdenken gebracht. In Israel waren die großen Themen der Weltpolitik allgegenwärtig. Am Mittwoch empfingen wir dann Papst Leo zum traditionellen Aschermittwochsgottesdienst auf dem Aventin, und an diesem ersten Samstag der Fastenzeit tagt traditionell die Benediktinische Chinakommission, die sich unter anderem auch mit Großmachtpolitik beschäftigen muss. Das klingt alles nicht so klein. Aber wenn man näher hinschaut, dann sind es eben doch die kleinen, bescheidenen, sogar demütigen Relitäten, um die es bei uns geht. Da sind die kleinen, oft fragilen Gemeinschaften im Heiligen Land. Und auch unsere chinesischen Häuser wirken eher im Verbogenen – nicht unbedingt stolze Stadt auf dem Berg, aber vielleicht doch Salz der Erde? Bedrückend sind die jüngsten Nachrichten aus Kuba. Das Land wird ökonomisch stranguliert. Leidtragend sind auch die Benediktiner, aber das Zeugnis ihrer Präsenz wirkt. Dieser Tage traf ich einen alten Studienfreund, der später Professor wurde und nun kurz vor der Emeritierung steht. Er sprach über seine Studenten wohlwollend-ironisch aber auch etwas distanziert: “die sind eine andere Spezies!” Er machte das am digitalen Lern- und Arbeitsstil fest. Ich weiß, was er meint, und erlebe gleichzeitig auch mich selber recht zerrissen: bekennender Bücherliebhaber, und zugleich Opfer der Bildschirme, die viel mehr meiner täglichen Arbeits- und Lesezeit beanspruchen als mir lieb ist. Der heilige Benedikt hat die Fastenobservanz ja weitgehend ins Ermessen des Einzelnen gestellt. Die Fastenlektüre aber hat er kommunitär organisiert und die Zuteilung dem Abt anvertraut. Das wird in unseren Klöstern unterschiedlich gehandhabt, wie ja fast alles, aber ich finden den Hinweis aufs reale Buch doch eine sehr gute Empfehlung, der ich dieses Jahr treu folgen will.* Das ist eine Art und Weise, die kleine Welt unserer Seele zu kultivieren. Und dann sind da natürlich unsere Klöster, auch kleine Welten. Seit einem Jahr arbeiten wir intensiv an der Vorbereitung des Benediktinischen Jubiläums 2029 – 1500 Jahre seit der Gründung von Montecassino. In rund vier Wochen, zum Fest des Heiligen Benedikt im März, wollen wir die Webseite freischalten, über die die Jubiläumsinitiaven auf der ganzen Welt stimuliert und gebündelt werden sollen. Das Motto lautet “Orte der Hoffnung seit 529”. Dass sich im Kleinen das Große spiegelt, ist sehr benediktinisch: der Kosmos in der Anlage unserer Klöster, Kreuzgänge und Gärten, der Globus in der Vision Benedikts, die Liebe Gottes in unserer zugewandten Mitbrüderlichkeit, und die ewige Hoffnung in einer Lebensfreude, die auf Ostern zugeht. Das wünsche ich Ihnen allen aus Rom und bin in herzlicher Verbundenheit Ihr Jeremias Schröder, OSB Abtprimas *Wen’s interessiert: das Buch von Richard Southern über Anselm von Canterbury (oder “von Aosta”, wie er in Italien heisst), ein Vierteljahrhundert alt aber immer noch nicht überholt. osb.org
- Abtei von Brialmont
Die Gemeinschaft von Brialmont (Belgien) ist sich seit einiger Zeit ihrer prekären Lage bewusst. Die Oberin, M. Marie-Pascale Dran, und die Schwestern haben nach sorgfältiger Überlegung mit Hilfe des unmittelbaren Oberen (Dom Xavier Frisque, Oberer ad nutum von Orval) und der Kommission für die Zukunft entschieden, dass es der Gemeinschaft nicht möglich ist, sich aus dieser Situation zu befreien, und dass sie geschlossen werden muss. Der Generalabt und sein Rat haben die Situation aufmerksam verfolgt. Gemäß dem im Statut über die Begleitung fragiler Gemeinschaften und die Aufhebung eines Klosters beschriebenen Verfahren haben der Generalabt und sein Rat am 13. Februar 2026 im Namen des Generalkapitels dafür gestimmt, den Heiligen Stuhl um die Aufhebung der Gemeinschaft von Brialmont zu ersuchen. Am selben Tag haben der Generalabt und sein Rat eine Schließungskommission unter dem Vorsitz von Dom Xavier Frisque, Superior ad nutum von Orval, eingesetzt, um den Auflösungsprozess durchzuführen. Bitte beten Sie für die Schwestern von Brialmont in Dankbarkeit für das Leben, das sie an diesem Ort gegeben haben. ocso.org https://www.brialmont.be/
- Brief des Abtprimas an die Benediktinischen Oblaten
Liebe Oblatinnen und Oblaten, liebe Brüder und Schwestern in der benediktinischen Familie, Herzliche Grüße aus Rom! Bei uns Mönchen waren die letzten Jahrzehnte äußerlich gesehen recht stabil. Bei den Benediktinerinnen gab es dagegen große Entwicklungen, und wir erwarten für die nächste Zukunft weitere Schritte der Konsolidierung. Aber auch das Oblatenwesen hat sich stark entwickelt. In Asien und Afrika sind sind beeindruckende Oblatengemeinschaften entstanden und durch fünf Weltkongresse ist seit 2005 ein internationales Bewußtsein der Benediktinischen Oblaten herangewachsen. In der Synode der Abtpräsides haben wir uns im vergangenen September mit diesem Thema beschäftigt. Die Synode verabschiedete eine Empfehlung, dass der Abtprimas eine Struktur für die Planung und Durchführung dieser Kongresse auf den Weg bringen soll. Zu diesem Zweck habe ich im vergangenen November Abt em. Jean-Pierre Longeat von St-Martin in Ligugé zum Delegierten des Abtprimas für das Oblatentum ernannt. Abt Jean-Pierre ist auch der geistliche Begleiter des SOB - Service aus Oblatures bénédictines, der Vereinigung der Oblaten des französischsprachigen Europa und Israels.. In einem zweiten Schritt haben wir vor wenigen Wochen ein Internationales Sekretariat für die Benediktinischen Oblaten geschaffen. Zum ersten Generalsekretär habe ich Dr. Roberto Lomolino ernannt. Er ist Oblate von Sant’Anselmo und war lange Jahre Sekretär der italienischen Oblatenvereinigung. Dr. Roberto Lomolino, Abtprimas Jeremias Schröder und Abt emeritus Jean-Pierre Longeat. Die vorläufigen Planungen sehen vor, dass im Jahr 2027 ein Treffen der nationalen Oblatenkoordinatoren stattfinden soll, und 2030 der nächste Weltkongress. Ich hoffe, dass es dem Generalsekretariat auch gelingen wird, eine starke Beteiligung der Oblaten am Benediktinischen Jubiläum 2029 zu organisieren. Ein kleiner symbolischer Schritt der Bedeutung, die die Oblaten in unserer benediktinischen Familie haben, ist es, dass auch der neue Catalogus Monasteriorum, das Verzeichnis aller Männerkloster, erstmals einen eigenen Abschnitt über die Oblaten enthalten wird. In absehbarer Zeit soll auch der Atlas OSB, eine digitale Darstellung aller Klöster, mehr Informationen über diesen wichtigen Zweig unseres Ordens bieten. Ich schreibe diese Zeilen zu Beginn der Fastenzeit, und möchte Sie alle herzlich einladen, zusammen mit der Gemeinschaft, der Sie als Oblate oder Oblatin angegliedert sind, intensiv auf Ostern zuzugehen mit der Freude, von der St. Benedikt im seiner Heiligen Regel spricht. Sehr bald werden Sie von Abt Jean-Pierre und Dr. Lomolino Weiteres hören. In herzlicher Verbundenheit Ihr Jeremias Schröder OSB, Abtprimas osb.org
- Feierliche Profess in Imari
Am 13. Februar 2026 legte Schwester Maria Caritas Pham Thi Sen im Kloster Notre-Dame d'Imari (Japan) ihre feierliche Profess ab. Schwester Caritas wurde 1992 in Vinh (Vietnam) geboren; sie trat 2014 in Imari ein und legte 2019 ihre zeitliche Profess ab. ocso.org https://www.imari-trappistines.org/
- Neuer Oberer in Nunraw
Am 11. Februar 2026 ernannte Dom Malachias Huijink, Abt von Echt und interimistischer unmittelbarer Vater von Nunraw (Schottland), Pater Benedict Okakpu , Mönch von Nsugbe, zum Oberen ad nutum von Nunraw. Dom Benedict wurde 1966 in Abatete, Nigeria, geboren. Er war Diözesanpriester in Onitsha, Nigeria, bevor er 2006 in die Gemeinschaft von Nsugbe eintrat, wo er 2012 seine feierliche Profess ablegte. Diese Ernennung beendet den Dienst von Dom Mark Caira, seit 2009 Abt von Nunraw und seit 2022 Superior ad nutum . ocso.org
- Äbte-Workshop
Der jährliche „Äbte-Workshop“ vor der Fastenzeit fand in der Abtei Tepeyac in Mexiko-Stadt statt. Vom 2. bis 6. Februar trafen sich 25 Obere von Klostergemeinschaften, um Vorträge von David Schellenberger, Präsident und Geschäftsführer des Saint John Vianney Behavioral Health Center in Pennsylvania, zum Thema „Für sich selbst sorgen, während man für seine Brüder sorgt“ zu hören. Herr Schellenberger hielt eine Reihe von Vorträgen, die die Anwesenden zu Perspektiven bezüglich der Sorge um Geist, Seele und Körper für die Mitglieder ihrer Gemeinschaften und die Oberen selbst anregten. Abtprimas Jeremias Schröder war anwesend und gab einen Überblick über das Leben in Sant’Anselmo sowie über einige Entwicklungen in dessen Verwaltung, einschließlich der Neubesetzung des Rektors des Päpstlichen Athenäums und des Ökonomen des Hauses. Die Renovierung des Gästebereichs von Sant’Anselmo ist ein dringendes Anliegen, und finanzielle Unterstützung ist willkommen. Die fortgesetzte Kommunikation mit der Communio Internationalis Benedictinarum (CIB) wurde fortgesetzt, und die Benediktinerkonföderation wird Benediktinerinnen, die in Sant’Anselmo studieren möchten, durch das nahegelegene Konvent Tor de' Specchi in Rom eine Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung stellen können. Abt Jeremias berichtete über die laufende Planung für das Jubiläum von Monte Cassino im Jahr 2029. Eine Lenkungsgruppe trifft sich monatlich unter der Leitung von Adam Simon. Ein akademischer Ausschuss wurde eingerichtet, und eine neue Website für das Jubiläum wird bis zum 21. März online sein. Abt Marion Nguyen von der Abtei Saint Martin wurde als Vertreter der amerikanischen Äbte für den Kontakt mit dem Jubiläumskomitee ausgewählt. Abt Jeremias forderte die Oberen auf, Veranstaltungen für das Jubiläum auf lokaler Ebene zu pflegen. Unter dem Motto „Orte der Hoffnung“ wird das Jubiläum jedes Jahr Orte im Leben des Heiligen Benedikt würdigen: Norcia (2026), Rom (2027), Subiaco (2028) und Monte Cassino (2029). Äbte und Prioren von Gemeinschaften aus Nordamerika trafen sich mit Gemeinschaften aus Mexiko und Mittelamerika und teilten die Gastfreundschaft der Klostergemeinschaft der Abadía del Tepeyac. Alle Teilnehmer nahmen täglich am Stundengebet und an der Eucharistiefeier der Abtei teil und wurden zu Ausflügen zur Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe, den Pyramiden von Teotihuacán und anderen nahegelegenen Stätten eingeladen. Hochw. Joel Rippinger OSB Abt, Marmion Abbey Aurora, Illinois, USA osb.org
- Aschermittwoch
Am Nachmittag des Aschermittwochs, dem 18. Februar 2026, hieß die Primatialabtei Sant’Anselmo Papst Leo auf dem Aventin willkommen, um die „Kampagne des christlichen Dienstes“ der Kirche zu beginnen. Empfangen von Abtprimas Jeremias Schröder OSB und dem Prior von Sant’Anselmo, Brendan Coffey OSB, schloss sich der Heilige Vater den beiden großen in Rom ansässigen Ordensgemeinschaften zum Beginn der Statio-Gebete an. Am späten Nachmittag begann die Versammlung ihre Bußprozession zur Basilika Santa Sabina, begleitet von der Schola Cantorum von Sant’Anselmo, zur Feier der heiligen Messe und der Auflegung der Asche. Diese alte römische Tradition, die 1959 von Papst Johannes XXIII. wiederbelebt wurde, ist mehr als nur eine historische Nachstellung. Sie ist ein sakramentaler Ausdruck des christlichen Lebens, denn eine solche Versammlung ist ein Leib, der zusammengerufen und in einem einzigen Ziel vereint ist. Eine Prozession ist eine Versammlung in Bewegung. Im gemeinsamen Gehen symbolisiert die Kirche ihre Pilgerschaft von dieser Welt zu unserer wahren Heimat, dem himmlischen Jerusalem. Als Bürger des Himmels ist die Zeit der Christen auf Erden vorübergehend; wir wohnen hier als Fremde. Das liturgische Ritual hilft uns, uns an unsere endgültige Bestimmung zu erinnern; es drückt unseren Glauben im rituellen Handeln aus. Die Anwesenheit der benediktinischen Gemeinschaft im Herzen dieser römischen Tradition unterstreicht das monastische Zeugnis der Gastfreundschaft, des liturgischen Gebets und einer himmlischen Zukunft. Während sich die pilgernde Kirche auf Erden ihrem Endziel nähert, nähren die in Sant’Anselmo gefeierten Riten weiterhin das christliche Leben und bereiten die Gläubigen auf das Ostergeheimnis vor. Solche Ereignisse erinnern die gesamte Benediktinische Konföderation an die lebenswichtige Rolle, die die Gemeinschaft auf dem Aventin im Leben der Weltkirche spielt. P. Eusebius Martis OSB Professor, Päpstliches Liturgisches Institut Ateneo Sant’Anselmo Mönch der Abtei Marmion osb.org
- Feierliche Profess in Koubri
Am Sonntag, dem 15. Februar 2026, dem Jahrestag der Weihe der Klosterkirche Notre-Dame de Koubri (Burkina Faso), wird Schwester Nok-Wende Judith Maria Laetitia während der Eucharistiefeier um 9 Uhr, die von Mgr Prosper Kontiebo, Erzbischof von Ouagadougou, geleitet wird, ihre feierliche Profess ablegen.
- 1300 Jahre Abtei von Novalesa
Die Klostergemeinschaft und die Stadt Turin feiern das 1300-jährige Bestehen der Abtei von Novalesa (Italien). Es war der 30. Januar 726, mitten im Winter, als Abbone die Gründung der Abtei ins Leben rief: 1300 Jahre sind vergangen, das Benediktinerkloster hat mehr oder weniger wichtige Epochen in der Geschichte der Alpen durchlebt, bis es 1972 von der Provinz Turin vom Convitto Umberto I gekauft wurde, um es vor dem Verfall zu bewahren. Eine wichtige Maßnahme, die diesem einzigartigen und besonderen Ort im Laufe der Zeit neues Leben einhauchte und erhebliche finanzielle Investitionen für die Restaurierungsarbeiten erforderte, von denen ein Teil in den letzten Monaten durchgeführt wurde. Am 30. Januar 2026 wurde mit einer feierlichen Zeremonie unter Vorsitz von Kardinal Roberto Repole, Bischof von Turin und Susa, und der Vesper der Heiligen Petrus und Andreas der 1300. Jahrestag der Gründung der Abtei Novalesa im Val Cenischia begangen. Die benediktinische Klostergemeinschaft und die Metropolitanstadt Turin, Eigentümerin dieses Juwels der Kunst, des Glaubens, der Geschichte und der Kultur, entschieden sich für eine symbolische Feier, die von Dutzenden von Äbten und Priestern in Anwesenheit des Bürgermeisters der Metropolitanstadt Stefano Lo Russo, des stellvertretenden Bürgermeisters Jacopo Suppo, der Stadträtinnen Sonia Cambursano und Caterina Greco, des Stadtrats Andrea Gavazza und aller Bürgermeister des Susatals. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde die Verpflichtung bekräftigt, die Abtei als Ort des Friedens und der Gastfreundschaft zu erhalten: Kardinal Repole, Bürgermeister Lo Russo, Prior Michael David Semeraro, der Abt und Präsident der Benediktinerkongregation Ignasi Fossas und Don Gianluca Popolla unterzeichneten eine Urkunde zur Neugründung. Der Bürgermeister Stefano Lo Russo überreichte dem Prior der Abtei ein Andenken und bezeichnete sie als „Leuchtturm der Spiritualität im Herzen der Alpen, unermüdlicher Hüter der Regel ora et labora” und würdigte „die Mission, die die Klostergemeinschaft mit Demut und Beständigkeit erfüllt hat und erfüllt, indem sie die hier herrschende tausendjährige Tradition bewahrt”. Die Benediktinerklostergemeinschaft hat ein reichhaltiges und bedeutendes Programm zum 1300-jährigen Jubiläum ihrer Gründung vorbereitet, an dem im Laufe des Jahres 2026 bis zum Ende des Jubiläums am 15. Oktober, dem Tag der Weihe der Abteikirche, zahlreiche berühmte Persönlichkeiten teilnehmen werden. Ein weiterer piemontesischer Kardinal, Monsignore Giorgio Marengo aus der Mongolei anreisen wird, um die Feierlichkeiten zu beenden. https://www.abbazianovalesa.org/wp/
- Brief des Generaloberen
Weihnachtsbrief von Dom M.-G. Lepori, Generalabt der Zisterzienser: ocist.org
- Neuer Abt in São Geraldo
Die Klostergemeinschaft der Abtei São Geraldo in São Paulo, Brasilien, hat Dom Geraldo González y Lima OSB zu ihrem vierten Abt gewählt. Die Wahl fand am 15. Januar 2026 statt, zeitgleich mit dem liturgischen Gedenktag der Heiligen Maurus und Placidus, den ersten Schülern des Heiligen Benedikt. Dom Geraldo tritt die Nachfolge auf dem Abtsstuhl dieser Gemeinschaft, einem Mitglied der Ungarischen Kongregation, an, nachdem er zwei Jahrzehnte lang der Konföderation in Rom in hervorragender Weise gedient hat. Dom Geraldo wurde in Havanna, Kuba, in eine Familie spanischer und chinesischer Herkunft geboren und ist seit seiner Jugend eng mit dem benediktinischen Charisma verbunden. Als ehemaliger Schüler des Colégio Santo Américo, der renommierten Bildungseinrichtung der Abtei, schloss er später sein Jurastudium an der Universität von São Paulo mit Schwerpunkt Gesellschaftsrecht ab. Sein Übergang vom Anwaltsberuf ins Kloster erfolgte nach einer Zeit als weltlicher Oblate, bis er 1983 in São Geraldo eintrat. Er legte 1987 seine feierliche Profess ab und wurde am Hochfest der Heiligen Peter und Paul im Jahr 1991 zum Priester geweiht. Innerhalb seiner eigenen Gemeinschaft festigte Dom Geraldo seine Führungsrolle durch ein vielfältiges Aufgabenspektrum. Er diente als Novizenmeister, Prokurator und Subprior und war Gründungsmitglied und Superior der Cella Saint Joseph in Itapecerica da Serra. Sein Engagement für das benediktinische Bildungswesen zeigte sich besonders während seiner Amtszeit als Rektor des Colégio Santo Américo und seiner Arbeit mit der Pax-Bewegung, die das spirituelle Wachstum von Schülern, Absolventen und ihren Familien fördert. Im Jahr 2005 wurde Dom Geraldo nach Rom berufen, um in der Kurie des Abtprimas in Sant’Anselmo zu dienen. In den folgenden 20 Jahren wurde er zu einer bekannten und geschätzten Persönlichkeit innerhalb der internationalen benediktinischen Familie. Seine Aufgaben waren ebenso vielfältig wie anspruchsvoll: Er diente als Sekretär von Abtprimas Notker Wolf, Generalsekretär des Päpstlichen Athenaeums Sant’Anselmo und vor allem als Schatzmeister der Benediktinerkonföderation. Seine Expertise in der Verwaltung und seine besonnene, brüderliche Präsenz machten ihn zu einer Stütze der Arbeit der Kurie des Abtprimas. Sein Einfluss reichte weit über die Mauern des Aventin hinaus. Dom Geraldo war eine Schlüsselfigur in der International Commission on Benedictine Education (ICBE), derzeit als deren Vizepräsident, und hat wesentlich zur Alliance Inter-Monastère (AIM) in Paris beigetragen. Darüber hinaus unterstreicht seine Ernennung zum Prokurator für mehrere Benediktinerkongregationen – darunter die amerikanisch-kassinensische, die schweizerisch-amerikanische sowie für die Kongregationen von Cono-Sur- und Solesmes– das Vertrauen, das ihm die globale monastisvge Welt entgegenbringt. Die Wahl von Dom Geraldo markiert die Rückkehr eines erfahrenen Verwalters und eines angesehenen Mönchs in die Gemeinschaft, die ihn geformt hat. Nach einer Übergangszeit in Sant’Anselmo, um seine Aufgaben in Rom abzuschließen, wird er nach Brasilien zurückkehren, um seinen Abtsdienst anzutreten. In diesem neuen Kapitel wird er die Abtei São Geraldo und ihr umfangreiches Netzwerk sozialer, erzieherischer und pastoraler Werke leiten, darunter die Pfarrei Morumbi und die Saint Joseph Cell. Die Gemeinschaft in Sant’Anselmo, die den Verlust eines beliebten Kollegen und Freundes spürt, schließt sich den Mönchen von São Geraldo im Gebet an, wenn Dom Geraldo den Abtsstab übernimmt und seine breite Kenntnis des Gesamtordens in den Dienst seiner lokalen Gemeinschaft stellt. osb.org https://www.asg.org.br/












