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- Lesehilfe
Diese Lesehilfe soll den Lesern des Rundschreibens des Generalabtes an den Orden vom 20. Januar 2026 helfen, indem sie Fragen zum Nachdenken und zum Dialog aufwirft. Verfügbar in Englisch, Spanisch und Französisch: https://www.ocso.org/uploads/general-news/documents/Reading-Guide-Dilexit-te-EN.pdf https://www.ocso.org/uploads/general-news/documents/Reading-Guide-Dilexit-te-ES.pdf https://www.ocso.org/uploads/general-news/documents/Reading-Guide-Dilexit-te-FR.pdf ocso.org
- Zwei Benediktiner in Kuwait
7 März 2026 P. Stefan Geiger OSB Preside Pontificio Istituto Liturgico Sant'Anselmo Schon vor einiger Zeit hatte Bischof Aldo Berardi, Apostolischer Vikar von Nordarabien, beim Pontificio Istituto Liturgico einen Fortbildungskurs für seinen Klerus angefragt. Nun sind wir gekommen – und können vorerst nicht mehr weg. Zusammen mit unserem Gastmeister P. Benoit Alloggia OSB reiste ich nach Kuwait für diesen Kurs; weitere drei Tage in Bahrain waren geplant. Doch als wir am Samstag bereits im Flugzeug saßen und zur Startbahn rollten, begannen die ersten Angriffe. Seitdem ist der Luftraum geschlossen. Das Apostolische Vikariat Nördliches Arabien (Vicariatus Apostolicus Arabiae Septentrionalis) umfasst die arabischen Staaten Kuwait, Bahrain, Katar und Saudi-Arabien und betreut nach eigenen Angaben schätzungsweise 2,2 Millionen Katholiken – fast ausnahmslos Arbeitsmigranten aus aller Welt. Etwa 80 % der Gläubigen gehören dem lateinischen Ritus an, während auch die Ostkirchen vor allem mit ihren Liturgien besonders sichtbar sind: syro-malabarisch, maronitisch, chaldäisch und weitere östliche Traditionen. In Saudi-Arabien ist jede öffentliche Glaubenspraxis verboten; dort existieren weder Kirchen noch Pfarreien. Die gesamte Golfregion wurde in einen Konflikt hineingezogen, der nicht ihr eigener ist. Raketenalarme gehören inzwischen zum Alltag, die militärische Abwehr funktioniert gut und effizient. Aber die Atmosphäre ist dabei weniger von Kriegsrhetorik geprägt als von einer eher latenten, stillen Angst: Wie lange wird das dauern? Wie weit wird es sich ausbreiten? Und doch – die Kirche lebt. Das ist vielleicht das Eindrücklichste dieser Tage. Wir sind gut aufgenommen in der Holy Family Co-Cathedral Parish in Kuwait City, es fehlt uns an nichts. Der Kurs selbst war theologisch dicht und lebendig. Im Mittelpunkt stand die Frage, die hier alles andere als akademisch ist: Wie feiert man Liturgie mit einer Gemeinde, die aus vielen Kulturen und Riten zusammengewachsen ist? Wie feiert man Liturgie in einem Kontext, der nicht der eigene ist? Die Gläubigen sind Arbeitsmigranten aus Indien, den Philippinen, Ägypten und dem Libanon, Menschen, die oft nur auf Zeit hier leben und doch eine bemerkenswert lebendige Gemeinschaft bilden. Der Klerus, überwiegend Missionspriester aus Indien und den Philippinen, vertritt verschiedene Riten und weiß, was auf dem Spiel steht: Ritus und Frömmigkeit sind für diese Menschen keine frommen Gewohnheiten, sondern Heimat. Die Filipinos bringen ihre verschiedenen Formen der Volksfrömmigkeit mit, die Inder ziehen die Schuhe aus, bevor sie vor der Lourdesgrotte im Atrium der Ko-Kathedrale ihr Gebet sprechen. Diese Formen aus der Heimat zu bewahren und zugleich in eine gemeinsame Feier zu integrieren ist die eigentliche liturgisch-pastorale Aufgabe, der sich Bischof Berardi und sein Klerus mit großem Ernst widmen. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt die Situation dieser Tage besonders deutlich. Angesichts des Konflikts wurden öffentliche Versammlungen untersagt, doch durfte nach einigen Tagen die Kirche zum persönlichen Gebet geöffnet bleiben. Die Messen an diesem Wochenende – dem Freitag als islamischem Feiertag und damit dem Tag der Sonntagsliturgie – finden als Livestream statt. Auch wir sind in die pastoralen Tätigkeiten einbezogen, sei es beim Feiern der Messe oder beim Beichthören. Besonders beeindruckt hat mich die Arbeit der Salesianer in einem Stadtteil von Kuwait City, in dem hauptsächlich Expats untergebracht sind. Dort wird eine Pfarrei betrieben, die offiziell nicht zugelassen wurde, aber geduldet wird. Wir durften am Freitag vor dem Angriff einen normalen Morgen erleben, an dem normalerweise zwischen 800 und 1000 Kinder zuerst zum Katechismusunterricht kommen, der in vielen Klassen abgehalten wird, nach Altersgruppen unterteilt von den Grundschülern bis hin zu den Jugendlichen in Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung. Eine große Zahl an Katecheten widmet sich engagiert und kompetent der Glaubensvermittlung. Abschluss ist die gemeinsame Eucharistiefeier, ein Fest des Glaubens, wo sichtbar wird, dass die Gegenwart Gottes Identität stärkt und schafft. Ein buntes, lebhaftes Treiben, das auf den ersten Blick überwältigt, aber bei genauem Hinschauen eines zeigt: dass Glaube hier mehr ist als Folklore. Dass er trägt. Dass er Gemeinschaft stiftet, gerade dort, wo man fremd ist. Als Benediktiner sprechen wir oft von Gastfreundschaft – sie gehört zu den Grundpfeilern benediktinischer Spiritualität, wie sie die Regel des hl. Benedikt ausdrückt. Hier in Kuwait erleben wir sie wirklich, und vielleicht wird gerade hier deutlich, warum dem hl. Benedikt Gastfreundschaft so wichtig war, gewissermaßen als Essenz christlicher Existenz. Benedikt fordert uns auf, in jedem Gast Christus zu empfangen – und so geschieht ganz konkret Gegenwart Gottes unter uns. Von der Priestergemeinschaft in der Pfarrei der Ko-Kathedrale, die uns aufgenommen hat, bis hin zu den Christen, denen wir in diesen Tagen begegnen: Menschen, die selbst in einer unsicheren Lage sind und dennoch geben, was sie haben. In Kuwait erlebe ich, wie eine Kirche der Fremden – ecclesia peregrinans im buchstäblichen Sinne – genau diesen Geist lebt: verwurzelt im Gebet, gastfreundlich, und bemerkenswert hoffnungsfroh. osb.org
- Nachrichten aus der Gemeinde Kuba
Abt Javier Aparicio Suárez OSB Abtpräses Kongregation von Sankt Ottilien Seit Wochen überschwemmen Nachrichten aus Kuba die Zeitungen. Nach der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro in Venezuela kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass „das nächste Land, das fallen wird, wird das kubanische Regime sein wird“. Es besteht kein Zweifel, dass das Leben für die Kubanerinnen und Kubaner seitdem noch schwieriger geworden ist, sofern das überhaupt möglich ist … Doch wenn sie fallen, dann nicht „aus großer Höhe“, denn die Lage hat sich in den letzten Jahren auf ein nie dagewesenes Niveau verschlechtert – nicht einmal während der sogenannten „Sonderperiode“, als infolge des Zusammenbruchs der Sowjetunion 1991 die Hilfe dramatisch zurückging, und ganz zu schweigen von den schweren Folgen, die ein so lang andauerndes Embargo für die Bevölkerung hat. Es überrascht daher nicht, dass Kuba in den letzten Jahren den größten Exodus seiner Geschichte erleben musste, mit Zahlen von über einer Million Bürgerinnen und Bürgern, vor allem jungen Menschen, seit 2021. Der Alltag der Kubanerinnen und Kubaner lässt sich zusammenfassen als endlose Warteschlangen, um die grundlegendsten Lebensmittel zu überhöhten Preisen zu erhalten, oder als ein Gesundheitswesen, dem zunehmend das Allernotwendigste fehlt, oder als Arbeitnehmer, die – wenn sie können – mangels öffentlicher Verkehrsmittel stundenlang mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit gelangen. Inmitten dieser Situation ist unsere Gemeinschaft, San José de las Lajas, bekannt geworden, weil – wie ein Provinzoberer sagte – „ihr ein Kloster baut, das heißt, ihr wollt weitermachen, hier bleiben; und weil ihr lebensnotwendige Lebensmittel für die Bevölkerung produziert und anbietet“. Vom Haus der Ottilien-Kongregation aus versuchen wir, die Gemeinschaft so gut wie möglich zu begleiten. Der Kongregationssekretär P. Basil Barasa OSB aus der Abtei Tigoni in Kenia hatte die Gelegenheit, Weihnachten mit ihnen zu verbringen und – noch vor Präsident Trumps Ankündigung eines härteren Embargos – den Alltag der Gemeinschaft aus erster Hand zu erleben. Ich beabsichtige, die Gemeinschaft in etwa drei Wochen zu besuchen, um sie angesichts der Lage im Land einige Tage zu begleiten und den Fortschritt des Baus aus der Nähe zu verfolgen. Bemerkenswerterweise hatte das Bautempo in den letzten Monaten große Fortschritte gemacht, doch nun hat es sich aufgrund des absoluten Mangels an Treibstoff und damit an Strom verlangsamt. Ich teile nun einen Text, den ich gestern, Dienstag, den 10. Februar, vom Prior von San José de las Lajas, P. Aaron Jang, ursprünglich aus der Abtei Waegwan (Südkorea), erhalten habe, in dem er die derzeitige Situation beschreibt, unter der sie leben: „Kuba leidet seit mehreren Jahren aufgrund von Treibstoffmangel unter einer Energiekrise. Die Regierung konnte jedoch dank der Hilfe der Regierung des ehemaligen Präsidenten Maduro in Venezuela den Zusammenbruch des Energiesystems verhindern. Doch nach der US-Militäroperation in Caracas am 3. Januar verlor Kuba seinen größten Treibstofflieferanten. Die Auswirkungen waren nahezu unmittelbar. Der öffentliche Verkehr und die Schulen wurden ausgesetzt. Krankenhaus- und Gesundheitsdienste wurden reduziert. Der Treibstoffverkauf wurde auf 20 Liter begrenzt, wobei die Menschen mehrere Tage warten mussten, um ihn kaufen zu können. Außerdem warnte die kubanische Regierung internationale Fluggesellschaften, dass ihr Flugbenzin ausgehe. Infolgedessen wurden einige Flüge gestrichen und Flugpläne geändert. Die größte Sorge gilt der nahen Zukunft. Studien schätzten, dass Kuba ohne neue Öllieferungen bis März in eine schwere Krise geraten würde. Obwohl einige Länder Hilfe zusagten, drohte der US-Präsident mit Handelszöllen gegen alle Länder, die Kuba mit Öl versorgen. In unserem Fall sind sowohl die Bauarbeiten als auch die Arbeit auf dem Hof eingeschränkt. Derzeit kommen die Bauarbeiter mit dem Fahrrad und arbeiten von Hand ohne Maschinen. Im vergangenen Monat kamen drei Container mit Materialien aus Spanien in Kuba an, doch aufgrund des Treibstoffmangels konnten sie nicht zum Kloster transportiert werden. Auf dem Hof nutzen wir einen Traktor dann, wenn es unbedingt notwendig ist. Die Reispflanzsaison steht bald bevor. Wenn die kritische Situation jedoch anhält, werden wir viele Flächen unbepflanzt lassen müssen. Tatsächlich ist das Wichtigste nicht der Bau oder der Hof, sondern das Leben der Gemeinschaft. Wir müssen uns in irgendeiner Weise auf den Fall eines totalen Zusammenbruchs vorbereiten. Zum Beispiel: Wie werden wir das Problem des Trinkwassers lösen? Hoffentlich kommt es nicht zum Schlimmsten. Wir laden Sie ein, Kuba in Ihr Gebet einzuschließen. Möge der Herr dem kubanischen Volk helfen und es zur Hoffnung führen.“ Der Text bedarf keines weiteren Kommentars, und Worte können die tiefere Wirklichkeit eines Volkes wohl kaum beschreiben, das Geopolitik oder internationale Konflikte nicht versteht, aber auf eine würdigere Zukunft hofft. Die Erschöpfung fordert ihren Tribut bei den Menschen in Kuba; die Krise ist längst kein gelegentliches Thema mehr; die Ungewissheit über die unmittelbare Zukunft vertieft die Wunde, die schon so lange offen ist. Geldüberweisungen von Freunden und Familie treffen weiterhin aus dem Ausland ein und bieten eine minimale Hilfe, um inmitten der Verzweiflung zu überleben. Inmitten der Verzweiflung haben sich auch Solidarität und die anhaltende Fähigkeit, einander zu helfen, bemerkbar gemacht. In diesem Kontext spielen Ordensgemeinschaften – jene, die noch nicht gegangen sind – weiterhin eine wichtige Rolle, indem sie nicht nur Begleitung und Trost, sondern auch, soweit möglich, konkrete Unterstützung bieten, sowohl menschlich als auch geistlich. Kuba und das kubanische Volk müssen über ihre Zukunft entscheiden. In den kommenden Jahren wird Kuba sich neu aufbauen müssen, menschlich wie materiell; ein Wiederaufbau, der seinem Volk die Würde zurückgibt – moralisch, sozial und geistlich. Diese Zukunft wird die Hilfe aller erfordern. Auf diesem mühsamen Weg ist unsere Gemeinschaft ein Zeichen der Beharrlichkeit, des Ringens, der großzügigen Arbeit und des Einsatzes für jene, die es am dringendsten brauchen. Heute, am Aschermittwoch, beginnt eine Zeit der Umkehr. Aber es ist auch eine Zeit der Hoffnung, in der inmitten unserer Zerbrechlichkeit ein neuer Himmel und eine neue Erde offenbar werden. osb.org
- Online-kurs mai 2026
Rom, 4-8 mai 2026 Thema des Kurses: „Siehe, ich mache alles neu” (Offb 21,5) – Wie kann Christus alles neu machen, und wie öffnen wir uns für diese Erneuerung unseres Klosterlebens? Kursprogramm: 11:00-11:15 Kapitel des Generalabtes Mauro Giuseppe LEPORI OCist 11:20-12:00 und 12:10-12:45 Prof. P. Carlo CASALONE SJ, Professor für Moraltheologie an der Gregoriana-Universität: „Digitaler Wandel und Spiritualität”. 14:30-15:10 und 15:20-16:00 Dr. Nina Sofie H EEREMAN, Professorin für Heilige Schrift am Seminar und an der Universität St. Patrick (Menlo Park, Kalifornien, USA): „Die neuen (Freuden) wie die alten, mein Geliebter, habe ich für dich aufbewahrt” (Hohelied 7,14): Das Hohelied und die monastische Erneuerung. Anmeldung: https://www.ocist.org/ocist/images/pdf/DEOnlineKurs2026.pdf ocist.org
- Feierliche Profess in Mokoto
Am 1. März 2026 legte Bruder Toussaints Mwenyezi im Kloster Mokoto (DR Kongo) seine feierliche Profess ab. Bruder Toussaints wurde 1991 in Matanda (DR Kongo) geboren, trat 2020 in Mokoto ein und legte 2023 seine zeitliche Profess ab. ocso.org
- Neue Oberin in Thyrnau
Nach dem Tod von Mutter Mechthild wurde M. Lucia Kienzler zur Priorin Administratorin des Zisterzienserklosters St. Josef in Thyrnau ernannt. Gott segne ihren Dienst zum Wohle ihrer Gemeinschaft. ocist.org
- Ausbildung zum Gebet
Wir bieten Ihnen hier eine kleine Ausbildung zum Gebet an. Anhand kurzer Videos, die von Dom Olivier Quenardel, dem ehemaligen Abt von Cîteaux, gedreht wurden, bietet das Programm Fragen zur persönlichen und/oder gemeinsamen Reflexion. Vielen Dank an Dom Olivier und das Team von KTOTV. FR: https://www.ocso.org/uploads/general-news/documents/prayer-is-the-joy-of-life-fr.pdf EN: https://www.ocso.org/uploads/general-news/documents/prayer-is-the-joy-of-life-en.pdf Ausbildungskommission OCSO ocso.org
- Nexus, Ereignisse - Januar-Februar 2026
Am 14. Februar wurde Richard Moth als Erzbischof von Westminster, England installiert. Er ist Oblate von Pluscarden (Subiaco-Cassinese Kongregation). Am 2. Februar etablierte Abtprimas Jeremias Schröder ein Internationales Sekretariat für die benediktinischen Säkularoblaten und ernannte Dr. Roberto Lomolino, Oblate von Sant’Anselmo, zum Generalsekretär. Er arbeitet eng mit Abt Jean-Pierre Longeat zusammen, dem Delegaten des Abtprimas für die Oblaten. Hauptaufgabe des Sekretariats ist die Förderung der internationalen Zusammenarbeit der Oblaten, sowie die Vorbereitung des nächsten Internationalen Oblatenkongresses, der im Jahr 2030 stattfinden soll. Außerdem soll das Sekretariat die Vorbereitungen des Benediktinischen Jubiläums 2029 unterstützen. Am gleichen Tag wurde bekanntgegeben, dass P. Juan Pablo Rubio, Mönch der Abtei Valle de los Caidos in Spanien (Solesmenser Kongregation) zum neuen Generalprokurator der Solesmenser Kongregation ernannt wurde. 31. Januar: Bischof Manel Nin Güell, Mönch von Montserrat (Subiaco-Cassinesische Kongr.) und bisher Exarch für die Katholiken des byzantinischen Ritus in Griechenland mit Sitz in Athen, wurde zum Exarch des Klosters Grottaferrata ernannt . Am 15. Januar wurde P. Geraldo Gonzalez Lima zum Abt seines Klosters Sao Geraldo in Sao Paulo (Ungarische Kongregation) gewählt. Er war über 20 Jahre lang in Sant’Anselmo tätig, zunächst als Sekretär von Abtprimas Notker und dann als Ökonom von Sant’Anselmo und Schatzmeister der Konföderation. Für mehrere Kongregationen wirkte er als Prokurator in der Kurie und war ein aktives Mitglied der Equipe Internationale der AIM. Im Herbst wird Erzabt em. Korbinian Birnbacher von St Peter in Salzburg (Österreichische Kongregation) die Aufgabe des Ökonoms von Sant’Anselmo übernehmen. Bis dahin versieht P. Rafael Dos Santos diese Aufgabe. Abt Geraldo González y Lima und Erzabt emeritus Korbinian Birnbacher 28. Januar: P. Richard Multerer wurde für eine dritte Periode zum Prior Administrator von Schweiklberg (Kongregation von St. Ottilien) gewählt. 27. Januar: Abt Clement Ettany von Kappadu (Kongregation von der Verkündigung) wurde zum neuen Vorsitzenden der India-Sri Lankan Benedictine Federation gewählt. Priorin Asha von St. Lioba ist seine Stellvertreterin, Prior John Kaippallimyalil von Kumily (St. Ottilien) der Sekretär. Anfang Januar nahm die “Fondazione Benedettina Pax et Sapientia” ihre Aktivitäten auf. Diese Stiftung wurde nach italienischen Recht errichtet und unterstützt die kulturellen und akademischen Aktivitäten von Sant’Anselmo. Sie wird es auch ermöglichen, öffentliche Subventionen für diese Tätigkeiten zu erhalten. osb.org
- Nexus, Januar-Februar 2026
In meiner Heimat ist der Karneval ziemlich wichtig; in Rom spielt er keine Rolle und auch im Heiligen Land, wo ich das letzte Wochenende verbracht habe, scheint der Valentinstag religionsübergreifend wichtiger zu sein als unsere katholischen Vorfastenbräuche. Meine Tage in Israel waren intensiv. Es gab Begegnungen mit den sieben benediktinischen Gemeinschaften und den befreundeten Trappisten. Fünf Klöster haben einen französischen Hintergrund, zwei einen deutschen, dazu kommen noch die Benediktinerinnen aus den Philippinen – man verständigt sich also Englisch und Französisch. Alle Gemeinschaften sind eher klein, zwischen 3 und 13 Mitgliedern. Alle rekrutieren aus dem Ausland. Die Brüder und Schwestern sind entweder Pilger und Suchende, die im Heiligen Land Wurzeln geschlagen haben, oft mit abenteuerlichen Biographien, oder sie wurden aus Klöstern in Europa, Afrika oder Asien entsandt. Ökonomisch hängen die meisten Gemeinschaften von Touristen und Pilgern ab; die Klosterläden spielen eine große Rolle. Alle beschäftigen einheimische arabischsprachige Christen, und helfen so der christliche Minderheit überleben. Die schrecklichen Ereignisse der letzten Jahre – der Überfall vom 7. Oktober 2023, der trotz Waffenstillstand weiter schwelende Gaza-Krieg, der Irankonflikt und gewaltige innere Spannungen – liegen bleischwer über der Atmosphäre im Land, eine vergiftete Normalität. Aber in der Grabeskirche zeigte mir Abt Nikodemus Schnabel auch ein Hoffnungszeichen: inzwischen ist die jahrhundertelang aufgeschobene Renovierung endlich in Gang gekommen, und die so oft zerstrittenen Konfessionen haben es geschafft, in erstaunlicher Einmütigkeit ein großes und ehrgeiziges Projekt auf den Weg zu bringen. Im Angesicht der blutigen Konflikte konnten sich die Christen aufs Gemeinsame besinnen. Die Zeit der “prügelnden Mönche” scheint vorbei. _____________________________ In den letzten Jahren war unser Haus hier in Sant’Anselmo immer gut gefüllt. Im Laufe des Frühjahrs klärt sich, wer das Haus verlässt und wieviel freue Plätze wir fürs nächste Studienjahr haben werden. Alle Äbte, die überlegen, jemanden ab dem Wintersemester 2026/27 nach Sant’Anselmo zu schicken, möchten wir bitten, bis Ende März eine Nachricht an unseren Prior zu schicken (priore@anselmianum.com), damit wir planen können. Es gibt auch - einige wenige - Stipendien. Auch für die ist der Bewerbungsschluss der 31. März. Besonders hinweisen möchte ich auch noch auf unsere beiden englischsprachigen Sommerkurse: Monastic Aggiornamento - ein Sabbatzeit-Programm für Benediktiner und Benediktinerinnen vom 5.-25. Juli. Außerdem gibt es die “Sommerschule für Oblaten”, vom 4.-24. Juli. Mehr Informationen gibt es auf unserer Webseite. _____________________________ Vor ein paar Tagen schrieb mir ein Mitbruder: “Ich bin dankbar und froh, wenn jemand Kunst und Schönheit wertschätzt. Das hilft uns, unsere kleinen Welten zu retten. Und viele andere, die wir vielleicht gar nicht kennen.” Die Rede von der Kleinen Welt hat mich zum Nachdenken gebracht. In Israel waren die großen Themen der Weltpolitik allgegenwärtig. Am Mittwoch empfingen wir dann Papst Leo zum traditionellen Aschermittwochsgottesdienst auf dem Aventin, und an diesem ersten Samstag der Fastenzeit tagt traditionell die Benediktinische Chinakommission, die sich unter anderem auch mit Großmachtpolitik beschäftigen muss. Das klingt alles nicht so klein. Aber wenn man näher hinschaut, dann sind es eben doch die kleinen, bescheidenen, sogar demütigen Relitäten, um die es bei uns geht. Da sind die kleinen, oft fragilen Gemeinschaften im Heiligen Land. Und auch unsere chinesischen Häuser wirken eher im Verbogenen – nicht unbedingt stolze Stadt auf dem Berg, aber vielleicht doch Salz der Erde? Bedrückend sind die jüngsten Nachrichten aus Kuba. Das Land wird ökonomisch stranguliert. Leidtragend sind auch die Benediktiner, aber das Zeugnis ihrer Präsenz wirkt. Dieser Tage traf ich einen alten Studienfreund, der später Professor wurde und nun kurz vor der Emeritierung steht. Er sprach über seine Studenten wohlwollend-ironisch aber auch etwas distanziert: “die sind eine andere Spezies!” Er machte das am digitalen Lern- und Arbeitsstil fest. Ich weiß, was er meint, und erlebe gleichzeitig auch mich selber recht zerrissen: bekennender Bücherliebhaber, und zugleich Opfer der Bildschirme, die viel mehr meiner täglichen Arbeits- und Lesezeit beanspruchen als mir lieb ist. Der heilige Benedikt hat die Fastenobservanz ja weitgehend ins Ermessen des Einzelnen gestellt. Die Fastenlektüre aber hat er kommunitär organisiert und die Zuteilung dem Abt anvertraut. Das wird in unseren Klöstern unterschiedlich gehandhabt, wie ja fast alles, aber ich finden den Hinweis aufs reale Buch doch eine sehr gute Empfehlung, der ich dieses Jahr treu folgen will.* Das ist eine Art und Weise, die kleine Welt unserer Seele zu kultivieren. Und dann sind da natürlich unsere Klöster, auch kleine Welten. Seit einem Jahr arbeiten wir intensiv an der Vorbereitung des Benediktinischen Jubiläums 2029 – 1500 Jahre seit der Gründung von Montecassino. In rund vier Wochen, zum Fest des Heiligen Benedikt im März, wollen wir die Webseite freischalten, über die die Jubiläumsinitiaven auf der ganzen Welt stimuliert und gebündelt werden sollen. Das Motto lautet “Orte der Hoffnung seit 529”. Dass sich im Kleinen das Große spiegelt, ist sehr benediktinisch: der Kosmos in der Anlage unserer Klöster, Kreuzgänge und Gärten, der Globus in der Vision Benedikts, die Liebe Gottes in unserer zugewandten Mitbrüderlichkeit, und die ewige Hoffnung in einer Lebensfreude, die auf Ostern zugeht. Das wünsche ich Ihnen allen aus Rom und bin in herzlicher Verbundenheit Ihr Jeremias Schröder, OSB Abtprimas *Wen’s interessiert: das Buch von Richard Southern über Anselm von Canterbury (oder “von Aosta”, wie er in Italien heisst), ein Vierteljahrhundert alt aber immer noch nicht überholt. osb.org
- Abtei von Brialmont
Die Gemeinschaft von Brialmont (Belgien) ist sich seit einiger Zeit ihrer prekären Lage bewusst. Die Oberin, M. Marie-Pascale Dran, und die Schwestern haben nach sorgfältiger Überlegung mit Hilfe des unmittelbaren Oberen (Dom Xavier Frisque, Oberer ad nutum von Orval) und der Kommission für die Zukunft entschieden, dass es der Gemeinschaft nicht möglich ist, sich aus dieser Situation zu befreien, und dass sie geschlossen werden muss. Der Generalabt und sein Rat haben die Situation aufmerksam verfolgt. Gemäß dem im Statut über die Begleitung fragiler Gemeinschaften und die Aufhebung eines Klosters beschriebenen Verfahren haben der Generalabt und sein Rat am 13. Februar 2026 im Namen des Generalkapitels dafür gestimmt, den Heiligen Stuhl um die Aufhebung der Gemeinschaft von Brialmont zu ersuchen. Am selben Tag haben der Generalabt und sein Rat eine Schließungskommission unter dem Vorsitz von Dom Xavier Frisque, Superior ad nutum von Orval, eingesetzt, um den Auflösungsprozess durchzuführen. Bitte beten Sie für die Schwestern von Brialmont in Dankbarkeit für das Leben, das sie an diesem Ort gegeben haben. ocso.org https://www.brialmont.be/
- Abreise der Zisterzienserinnen von La Merci-Dieu
Mitteilung der Diözese (17. Februar 2026) Seit 1969 leben die Schwestern im Kloster Merci-Dieu in Saint-Jean-d'Assé in der Nähe von Le Mans (Frankreich) vom Gebet, der Gastfreundschaft und ihrer handwerklichen Arbeit, dem Weben und der Herstellung liturgischer Gewänder (Messengewänder, Stolen, Alben ...). Ihr Leben richtet sich nach der Regel des heiligen Benedikt. Die Nonnen stellen fest, dass die Gebäude aufgrund ihres zunehmenden Alters und ihres Zustands heute nicht mehr geeignet sind. Deshalb wurde nach einjähriger gemeinschaftlicher Beratung in Zusammenarbeit mit Mgr. Vuillemin, Bischof von Le Mans, beschlossen, dass das Institut de la Merci-Dieu nicht aufgelöst wird, sondern dass fünf Nonnen in ein Altenheim ziehen, sich einer besser geeigneten Ordensgemeinschaft anschließen oder ihre klösterlichen Gelübde in anderer Form weiterleben werden. In Zusammenarbeit mit der Diözese Le Mans werden derzeit Überlegungen zur Zukunft der Gebäude von Merci-Dieu angestellt. Die Gemeinde Merci-Dieu und die Diözese bedanken sich herzlich bei allen, die der Gemeinde aus nah und fern dabei geholfen haben, ihrer Mission treu zu bleiben. Seit 2000 Jahren ist das Leben der Kirche von unzähligen Veränderungen geprägt! Mgr. Jean-Pierre Vuillemin lädt Freunde, Freiwillige und alle Gläubigen der Diözese Le Mans herzlich ein, für alles zu danken, was im Namen Christi und seines Evangeliums in Merci-Dieu gelebt wurde. Mgr. Jean-Pierre Vuillemin wird am Samstag, den 27. Juni 2026, um 16 Uhr in der Kapelle Merci-Dieu in Anwesenheit der Schwestern eine Dankesmesse zelebrieren. Im Anschluss an die Messe findet ein Umtrunk statt. https://www.sarthecatholique.fr/communique-merci-dieu-17-02-2026/ https://www.merci-dieu.com/vetements-lithurgiques.html
- Brief des Abtprimas an die Benediktinischen Oblaten
Liebe Oblatinnen und Oblaten, liebe Brüder und Schwestern in der benediktinischen Familie, Herzliche Grüße aus Rom! Bei uns Mönchen waren die letzten Jahrzehnte äußerlich gesehen recht stabil. Bei den Benediktinerinnen gab es dagegen große Entwicklungen, und wir erwarten für die nächste Zukunft weitere Schritte der Konsolidierung. Aber auch das Oblatenwesen hat sich stark entwickelt. In Asien und Afrika sind sind beeindruckende Oblatengemeinschaften entstanden und durch fünf Weltkongresse ist seit 2005 ein internationales Bewußtsein der Benediktinischen Oblaten herangewachsen. In der Synode der Abtpräsides haben wir uns im vergangenen September mit diesem Thema beschäftigt. Die Synode verabschiedete eine Empfehlung, dass der Abtprimas eine Struktur für die Planung und Durchführung dieser Kongresse auf den Weg bringen soll. Zu diesem Zweck habe ich im vergangenen November Abt em. Jean-Pierre Longeat von St-Martin in Ligugé zum Delegierten des Abtprimas für das Oblatentum ernannt. Abt Jean-Pierre ist auch der geistliche Begleiter des SOB - Service aus Oblatures bénédictines, der Vereinigung der Oblaten des französischsprachigen Europa und Israels.. In einem zweiten Schritt haben wir vor wenigen Wochen ein Internationales Sekretariat für die Benediktinischen Oblaten geschaffen. Zum ersten Generalsekretär habe ich Dr. Roberto Lomolino ernannt. Er ist Oblate von Sant’Anselmo und war lange Jahre Sekretär der italienischen Oblatenvereinigung. Dr. Roberto Lomolino, Abtprimas Jeremias Schröder und Abt emeritus Jean-Pierre Longeat. Die vorläufigen Planungen sehen vor, dass im Jahr 2027 ein Treffen der nationalen Oblatenkoordinatoren stattfinden soll, und 2030 der nächste Weltkongress. Ich hoffe, dass es dem Generalsekretariat auch gelingen wird, eine starke Beteiligung der Oblaten am Benediktinischen Jubiläum 2029 zu organisieren. Ein kleiner symbolischer Schritt der Bedeutung, die die Oblaten in unserer benediktinischen Familie haben, ist es, dass auch der neue Catalogus Monasteriorum, das Verzeichnis aller Männerkloster, erstmals einen eigenen Abschnitt über die Oblaten enthalten wird. In absehbarer Zeit soll auch der Atlas OSB, eine digitale Darstellung aller Klöster, mehr Informationen über diesen wichtigen Zweig unseres Ordens bieten. Ich schreibe diese Zeilen zu Beginn der Fastenzeit, und möchte Sie alle herzlich einladen, zusammen mit der Gemeinschaft, der Sie als Oblate oder Oblatin angegliedert sind, intensiv auf Ostern zuzugehen mit der Freude, von der St. Benedikt im seiner Heiligen Regel spricht. Sehr bald werden Sie von Abt Jean-Pierre und Dr. Lomolino Weiteres hören. In herzlicher Verbundenheit Ihr Jeremias Schröder OSB, Abtprimas osb.org












