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- Eine Einladung des Abtes von Montecassino
Am 11. Juli 2026, dem Fest des heiligen Benedikt, des Patrons Europas, beging die Klostergemeinschaft von Montecassino einen bedeutenden Übergang in ihrer geistlichen Vorbereitung auf das 1.500-jährige Jubiläum der Abtei im Jahr 2029. Aus diesem Anlass hat Abt Luca Antonio Fallica OSB eine Ansprache an die Benediktinische Konföderation gerichtet. In seiner Ansprache mit dem Titel „In deinem Licht schauen wir das Licht“ reflektiert Abt Luca über die berühmte Vision des heiligen Benedikt, die vom heiligen Gregor dem Großen aufgezeichnet wurde und in der der Heilige die ganze Welt in einem einzigen Sonnenstrahl gesammelt sah. Abt Luca stellt unsere zeitgenössische Erfahrung einer fragmentierten, von Konflikten geprägten Geschichte dem weiten Herzen Benedikts gegenüber, das vergrößert wurde, um die Realität durch die vereinende Linse von Gottes eigener Vision zu betrachten. Das monastische Leben, so legt er nahe, ist ein kontinuierlicher Weg der inneren Vereinigung – symbolisiert durch das frühe Wunder des geflickten Siebes –, auf dem das Herz von der Spaltung zur Ganzheit wiederhergestellt wird. Die Ansprache untersucht, wie die Lehre von Papst Paul VI. über die benediktinische Trias von Kreuz, Buch und Pflug weiterhin für unsere moderne Zeit relevant ist. In einer Ära, die von digitaler Revolution und künstlicher Intelligenz dominiert wird, ruft Abt Luca zu einem erneuerten monastischen Beschäftigung mit der zeitgenössischen Kultur auf und fordert die Gemeinschaften auf, das Menschliche zu bewahren und einen echten Dialog zu fördern. Indem Klöster authentisch Suchende nach Gott bleiben, können sie als lebenswichtige Orte der Begegnung und Gastfreundschaft für alle dienen. Und zwar für alle, die nach Wahrheit und Sinn suchen, unabhängig davon, ob diese explizit gläubig sind. Der vollständige Text der Ansprache von Abt Luca Antonio, der reiches Material für das Klosterkapitel, die Lectio Divina und die persönliche Reflexion bietet, steht in sieben großen europäischen Sprachen zum Download bereit. Einladung: https://osb.org/wp-content/uploads/2026/07/Alla-luce-vediamo-la-tua-luce-11-luglio-2026-Tedesco.pdf osb.org
- Monastic Congregation of St. Scholastica
Während des Generalkapitels der Mönchskongregation der Heiligen Scholastika (Monastic Congregation of Saint Scholastica), das vom 25. Juni bis zum 1. Juli 2026 im Exerzitien- und Konferenzzentrum von Marriottsville (USA) stattfand, wählten die Benediktinerinnen Schwester Kimberly Porter zur Präsidentin der Kongregation. Schwester Kimberly ist Mitglied des Klosters St. Walburga (Covington, Kentucky). Ebenfalls gewählt wurde der Rat der Kongregation. Er setzt sich zusammen aus Schwester Andrea Westkamp (Bistow, Virginia), Schwester Charlotte Zalot (Erie, Pennsylvania), Schwester Susan Quaintance (Chicago, Illinois), Schwester Tonette Sperando (Cullman, Alabama) und Schwester Elaine Fischer (Atchison, Kansas). https://www.monasticcongregationss.org/ Kimberly Porter.
- Kongregation von Subiaco-Montecassino
Vom 6. bis zum 13. Juli 2026 unternahm eine Gruppe vietnamesischer Mönche und Nonnen aus Klöstern der Kongregation von Subiaco-Montecassino eine Pilgerreise nach Rom und zu den wichtigsten benediktinischen Stätten im Latium. Diese Mönche und Nonnen, die sich zu Studienzwecken in Frankreich aufhalten, wurden vom Abtpräsidenten, Pater Ignaci M. Fossas, in der Kurie von Saint-Ambroise empfangen. Im Rahmen dieser Pilgerreise besuchten sie die Abtei Sankt Paul vor den Mauern, die Abtei von Subiaco und die Abtei von Monte Cassino, begleitet vom Exarch und Igumen der Abtei von Grottaferrata, Monsignore Manuel Nin OSB. https://www.benedettinisublacensicassinesi.org
- Neuer Abt für Conception Abbey
Pressemitteilung Kommunikationsabteilung der Conception Abbey Am Samstag, den 11. Juli 2026, wählten die Benediktinermönche der Conception Abbey in Conception, Missouri, Pater Paul Sheller OSB zu ihrem neuen Abt. Er ist der 11. Abt in der 153-jährigen Geschichte der Conception Abbey und tritt die Nachfolge von Abt Benedict Neenan OSB an, der nach 10 Jahren äbtlichen Dienstes zurückgetreten ist. Die Wahl von Abt Paul fand im Rahmen einer für Außenstehende nicht zugänglichen Versammlung der Mönche der Conception Abbey am Samstag, den 11. Juli, statt. Vor der Wahl versammelten sich die Mönche der Conception Abbey in der Basilika der Unbefleckten Empfängnis, um die Messe zum Heiligen Geist zu feiern und den Heiligen Geist um Weisheit und Führung im Wahlprozess anzurufen. Der Hochwürdigste Herr Justin Brown OSB, Präses der Schweizerisch-Amerikanischen Kongregation der Benediktinischen Konföderation, war Hauptzelebrant der Messe und leitete die Wahl. Der neue Abt übernimmt mit sofortiger Wirkung seine Verantwortung als geistliches und weltliches Oberhaupt der Gemeinschaft; wie üblich wird zu einem späteren Zeitpunkt eine feierliche Abtsbenediktion stattfinden. Abt Paul, 44, war zuletzt seit 2024 als Direktor des Abbey Guest Center tätig, zusätzlich zu seinen Aufgaben als Berufungsdirektor und Zeremoniar. Nach seinen prägenden Jahren in Stillwater, Oklahoma, legte Abt Paul am 15. August 2006 die Profess als Benediktinermönch ab und wurde am 16. Mai 2013 zum Priester geweiht. Er erwarb 2005 einen Bachelor of Arts in Philosopy am Conception Seminary College sowie 2013 einen Master of Divinity und einen Master of Arts in Systematischer Theologie am Saint Vincent Seminary. Später erwarb er 2020 einen Master of Arts in Christlicher Spiritualität an der Creighton University. Seit seinem Eintritt in das Kloster war Abt Paul in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem als Subprior der Abtei, Zulassungsdirektor, Direktor für geistliche Ausbildung, Kaplan und Dozent am Conception Seminary College, Direktor für geplante Schenkungen, Redakteur von Tower Topics sowie zuletzt als Direktor des Abbey Guest Center, Berufungsdirektor und Zeremoniar. Die 1873 von einem Kloster in Engelberg (Schweiz) aus gegründete Conception Abbey ist bestrebt, ihre Mission des Gebets und des Dienstes an der Kirche fortzusetzen. Die 51 Mönche der Conception Abbey betreiben das Conception Seminary College, das künftige Priester und ständige Diakone ausbildet, das Abbey Guest Center sowie Altar + Home, einen Einzelhandel für die Hauskirche. osb.org https://www.conceptionabbey.org/
- Meditation des Abtprimas
Vor einigen Monaten bekam ich als Reaktion auf das Jubiläumsthema “Orte der Hoffnung seit 529” eine Email von Mitbrüdern, die mich baten, auch einmal über “Hoffnung ohne Hoffnung” zu schreiben. Sie hofften auf ein Wort für die Gemeinschaften, deren Geschichte absehbar zu Ende geht. Und das sind ja auch in unserem Orden nicht wenige. Dass Klostergemeinschaften untergehen, gehört zur Geschichte. Wir wissen das natürlich, aber wir verdrängen es manchmal. Kürzlich blätterte ich im Monasticon Italiae und stellte fest, dass es in Rom zu verschiedenen Jahrhunderten ingesamt rund 170 benediktinische Klöster gegeben hat. Derzeit sind es rund zehn! Wir freuen uns natürlich, und sind nicht wenig stolz, dass es einige Klöster mit einer echten mehr als tausendjährigen Geschichte gibt. Aber auch die Klöster, die es nicht mehr gibt, waren wichtig. Dort haben Brüder und Schwester jahrzehnte- oder jahrhundertelang ihren Glauben und ihe Gelübde gelebt, mit ihrem Gebet die Zeit und das Land geprägt und auf ihre Umwelt ausgestrahlt. Endlichkeit und Sterblichkeit gehören zum menschlichen Leben dazu. Die Regula ermahnt uns ja, den eigenen Tod täglich vor Augen zu haben. Das ist erstmal für jeden Einzelnen gesagt. Aber auch den Klöstern ist ja kein ewiges Leben verheißen, anders als der Kirche als Ganzer. Benedikt selbst hat die Zerstörung von Montecassino vorausgesehen. Ein Fresko in Montecassino zeigt ihn mit Tränen im Gesicht angesichts der Vision des zerstörten Klosters. Der Untergang eines Klosters ist nicht nur eine Katastrophe oder ein Scheitern. Er ist vor allem auch eine Aufgabe, die gestaltet werden muss. Was soll bleiben? Was kann man vom Erbe des Klosters weitergeben, und wie? Wie kann man den Brüdern oder Schwester helfen, bis zuletzt ihrer Berufung treu zu bleiben? Ich will das nicht verharmlosen. Da gibt es Schmerz und oft wohl auch den nagenden Zweifel: Was haben wir falsch gemacht? Zum Loslassen als Tugend gehört auch, dass man sich von diesen Fragen lösen kann. Es ist die Stunde des Nunc Dimittis, und zwar österlich gedacht. Wichtig ist dabei auch die Unterscheidung der Geister. Wann soll eine Gemeinschaft wirklich ernsthaft ihr Ende vorbereiten? Wenn man nur noch von den Umständen getrieben wird, ist es zu spät. Dann wird es oft elend, oder man wird zur Karikatur oder einem Spielball der Medien, wie das zuletzt einem Nonnenkloster in Österreich widerfahren ist. Ich bin allerdings auch gegen das zu frühe Aufgeben. Klöster, die eigentlich noch Kraft haben, aber in vielleicht etwas falsch verstandener Schicksalsergebenheit selber schon den Weg in die Zukunft versperren. Man soll der Gnade Gottes immer noch ein Schlupfloch offen lassen. Es gibt die schöne Geschichte von Sigebert Buckley, dem letzten Mönch von Westminister Abbey, des letzten englischen Klosters. Der Neuzigjährige, der seinen Lebensabend nach der Aufhebung des Klosters im Hausarrest verbringen mußte, kleidete im Jahr 1607 zwei junge Engländer ein, die zur Keimzelle der Erneuerung der Englischen Benediktinerkongregation wurden. Man wird mit so etwas nicht rechnen können, aber das Succisa Virescit, dieses Motiv unserer Ordenstradition mit dem Baumstumpf aus dem ein neuer Zwei erwächst, hat mehr als einmal neue Blüten aus sehr wenigversprechenden Abbrüchen und Übergängen wachsen lassen. Mögen Klöster auch untergehen, das benediktinische Leben trägt viel Vitalität in sich und wird in unserer Kirche noch gebraucht. Darum ist mir um die Zukunft unseres Ordens auch nicht bange. In Montecassino befindet sich gegenüber dem Fresko mit dem weinenden Benedikt ein anderes Bild: die Vision vom Heimgang der heiligen Scholastika. Neben dem Fortbestehen oder auch dem Untergang unserer klösterlichen Gemeinschaften steht immer auch der Einzelne. Unsere benediktinischen Lebenswege sind eng mit unseren Klöstern und Gemeinschaften verwoben, aber wir bleiben eben auch “monachos”, Einzelne, Personen, Individuen, die auf dem Weg zu Gott sind. Das ist das tiefste Geheimnis unseres Lebens, vor dem auch die Geschicht unserer Institutionen an Bedeutung verliert, so wichtig und bewegend das auch sein mag. Hier hat die tiefste Hoffnung ihren Platz, und hier gilt vielleicht auch mehr als bei der Klostergeschichtsschreibung die Sentenz Benedikts: An der Barmherzigkeit Gottes nie verzweifeln. Das klingt wie ein Gebot, aber es ist eigentlich eine Verheißung, und der tiefste Grund unserer Hoffnung. Anfang Juli war ich mit einigen Mitbrüdern und Schwestern in Rußland. Diese Reise, die unter schwierigen Vorzeichen stand, war ganz monastisch ausgerichtet: es ging um die Begegnung mit Mönchen und Nonnen, die kaum noch internationale Kontakte haben. Als ich zurückkam, waren unsere Studenten schon fort, und auch die letzten Professoren brechen nun in ihre Klöster auf. Zurück bleibt eine kleine Kerntruppe, die das Leben und Gebet im Haus aufrechterhält und die verschiedenenen Sommerprogrramme – Oblatenstudium, Leadership-Kurs, Sabbatical – begleitet. Ich selber werde ein paarmal in Deutschland und Österreich sein, aber zu einem kurzen Urlaub reicht es erst im Herbst. Vorher begehen wir hier in Rom noch das Symposium der CIB, und dann Mitte September in Ruanda die Präsidessynode. Dann sind es schon zwei Jahre seit dem Äbtekongress, bei dem ich gewählt wurde - Zeit für eine Zwischenbilanz. Vielerorts sind jetzt Ferien, und ich wünsche allen ein paar Wochen, die etwas geruhsamer sind als der übliche Jahreskreis. Unter uns Benediktinern ist es ja kein Geheimnis, dass wir als Kinder des 21. Jahrhunderts eben auch die Rhythmen unserer Zeitgenossen miterleben. Hoffentlich etwas maßvoller als viele andere, damit wir auch darin “Orte der Hoffnung “ sein können, seit 529. Mit frohem Gruß aus Rom Jeremias Schröder OSB Abtprimas
- Auf dem Weg zum Jubiläum: Aufbau eines globalen Netzwerks
Am Fest der Heiligen Petrus und Paulus wurde ein bedeutender Schritt nach vorn beim Aufbau unseres globalen Netzwerks für das Jubiläum durch eine gemeinsame Zoom-Konferenz gemacht. Zum ersten Mal versammelten sich regionale Promotoren (Mönche und Nonnen, die den Prozess leiten) und Koordinatoren (Mönche, Nonnen oder Laien in unterstützenden Rollen), um sich auf ihre gemeinsame Mission abzustimmen: „Den regionalen Beitrag zum Benediktinischen Jubiläum 2029 zu beleben, zu vernetzen und zu unterstützen sowie Klöstern, Kongregationen und benediktinisch inspirierten Gemeinschaften zu helfen, sich frei auf einen dezentralen Prozess der geistlichen Erneuerung einzulassen.“ Abt Jeremias Schröder eröffnete die Sitzung und inspirierte die Gruppe mit einer Vision des Jubiläums als einer Zeit tiefgreifender Erneuerung und Hoffnung. Der Rest der Sitzung diente dem Austausch von Informationen mit den regionalen Promotoren, um sie in die Lage zu versetzen, dieselben Informationen in ihren Regionen weiterzugeben. Eine Website, um die Welt willkommen zu heißen – jubilee.osb.org Wir erklärten den grundlegenden Zweck der Jubiläums-Website, der darin besteht, Menschen zur Teilnahme zu ermutigen. Die Website ist dafür da, dass die Welt unsere Klöster entdecken, Pilgerreisen planen und über das benediktinische Leben lernen kann. Wenn sich die Türen öffnen, bleibt die Rolle unserer Klöster, was sie immer war: Menschen willkommen zu heißen, als wären sie Christus selbst. Markenelemente: Wir informierten über die Jubiläums-Logos und digitalen Elemente mit, die allen benediktinischen Klöstern kostenlos zur Verfügung stehen. Wir würden uns freuen, diese auf Ihren lokalen Websites, in Büchern und auf Souvenirs zu sehen. Zugang zu Markenelementen. Benötigen Sie eine andere Sprache? Die Logos sind bereits in 6 Sprachen verfügbar. Wenn Sie eine andere Sprache benötigen, senden Sie mir bitte eine E-Mail, und wir helfen bei der Erstellung. Aktualisieren Sie Ihre Angaben. Anfang Mai wurde eine E-Mail an alle Klöster (in diesem Stadium nur an männliche) versandt, um ihre Angaben auf der neuen Jubiläums-Website zu überprüfen. Etwa 50 von 400 haben geantwortet. Bitte überprüfen Sie, ob die Angaben über Ihr Kloster auf der Jubiläums-Website korrekt sind, und senden Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Hilfe benötigen. Die vierjährige geistliche Reise Wir informierten über die Jubiläumsthemen. Das Jubiläum ist als fortschreitende geistliche Reise konzipiert, die dem Leben des heiligen Benedikt folgt und in Dankbarkeit, Buße, Erneuerung und Hoffnung verwurzelt ist. In den nächsten vier Jahren wird sich unser Fokus durch vier verschiedene Themen bewegen: Erwachen (Norcia) Hören (Rom) Wachsen (Subiaco) Aufblühen (Montecassino). Artikel und Betrachtungen werden regelmäßig auf der Website veröffentlicht, um Gemeinschaften auf diesem Weg zu begleiten. Verbinden Sie sich mit dem weltweiten Netzwerk Wir informierten über unsere Pläne für soziale Medien und Newsletter. Seit Juni 2026 haben unsere Social-Media-Kanäle ein frisches neues Aussehen bekommen. Außerdem werden nun konstant und regelmäßig Beiträge publiziert. Folgen Sie uns: Finden Sie uns unter @osbdotorg auf Instagram, X und Facebook. Markieren Sie uns: Verwenden Sie die Hashtags #placesofhope und #benedictinejubilee in Ihren lokalen Beiträgen, damit wir Ihre Neuigkeiten teilen können Newsletter: Achten Sie auf die Einführung des neuen Jubiläums-Newsletters im Juli. Beteiligen Sie sich Wir bauen ein weltweites Social-Media-Netzwerk auf. Wenn Sie für soziale Medien oder Öffentlichkeitsarbeit in Ihrem Kloster oder Ihrer Kongregation verantwortlich sind oder wenn Sie eine Veranstaltung für die Jubiläums-Website teilen möchten, kontaktieren Sie mich bitte. Ein Artikel ist gerade in OSV erschienen, einer weltweiten katholischen Nachrichtenagentur, welche jene Art von Berichterstattung ist, die zur Förderung des Jubiläums beitragen wird. Adam Simon Projektkoordinator 2029 adam.simon@anselmianum.com P.S.: Dieser Artikel wurde im Gästehaus in Montecassino verfasst. Am 10. Juli wird Kardinal Pizzaballa nach Montecassino kommen, um den Pacis Nuntius-Award zu erhalten, was im März angekündigt wurde. In der nächsten Ausgabe von Nexus werde ich darüber informieren können, welche Fortschritte die organisierten Veranstaltungen und der neue Veranstaltungsbereich auf der Website machen und wo diese veröffentlicht werden. osb.org
- Neuigkeiten aus der benediktinischen Welt
Am 11. Juli errichtete der Abt von Le Barroux in der Abtei Bellefontaine ein neues abhängiges Priorat. Bellefontaine von einer Trappistengemeinschaft bewohnt, die das Kloster nun aufgegeben und den Benediktinern zur Verfügung gestellt hat. In einer Botschaft dankte Abtprimas Jeremias Schröder den Trappisten für ihre Großzügigkeit, und unterstrich gleichzeitig das klare Zeugnis der Mönche von Le Barroux, die ihre Anhänglichkeit an die traditionelle Liturgie in eindeutiger Treue und Gehorsam zum Heiligen Stuhl leben. Am 8. Juli wählte das Generalkapitel der englischen Benediktinerkongregation Abt Robert Igo von Ampleforth zum neuen Abtpräses. Er folgt auf Abt em. Christopher Jamieson von Worth, der dieses Amt seit 2018 innehatte. In der ersten Juliwoche besuchte Abtprimas Jeremias zusammen mit den Äbten von Montecassino, Pannonhalma, Einsiedeln, der Äbtissin von Bastia Umbra und Mönchen und Nonnen aus Wien, Berlin und Dumenza mehrere russisch-orthodoxe Klöster in der Region Moskau. Der Besuch steht in der Tradition des ökumenischen Engagements der Benediktiner und ist der Versuch, in schwieriger Zeit einen monastischen Brückenbau zwischen den Kirchen zu bewerkstelligen. Zum 30. Juni wurde die Webseite osbatlas abgeschaltet. Die Seite war die Frucht der Arbeit von P. Stefano Visintin, früher Rektor von Sant’Anselmo und jetzt Abt von Praglia. Über viele Jahre war sie die einzige Internet-Plattform, auf der alle Klöster unseres Ordens auffindbar waren. Diese Rolle hat nun die Jubiläumswebseite jubilee.osb.org/monasteries übernommen, die schon alle Männerkloster enthält und auf der demnächst auch die Frauenklöster eingepflegt werden. Am 29. Juni unterschrieb Abtprimas Jeremias Schröder einen Kooperationsvertrag mit Vertretern des Holocaust Museums in Washington. Die Forscher des Museums beschäftigen sich mit den Hintergründen der Verfolgung und Rettung von Juden im Rom während der deutschen Besetzung der Ewigen Stadt. Sie haben rund 1000 Seiten Unterlagen zu diesen Themen im Archiv von Sant’Anselmo entdeckt. Mit der Vereinbarung wird der Zugang, die Digitalisierung und die Nutzung dieser Materialien geregelt. Am 28. Juni starb Abt Melvin Valvano von Newark. Er war 47 Jahre lang Abt des Klosters und von 1989 bis 2001 auch Abtpräses der Amerikanisch-Cassinesischen Kongregation. Am 25. Juni wurde Sr. Maura Zatonyi zur Pro-Koordinatorin des Monastischen Instituts in Sant’ Anselmo ernannt. Sr. Maura gehört zum Konvent der Abtei Eibingen (Beuroner Kongregation) und ist Expertin für die Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen. 24 June: Das Erdbeben in Venezuela, dem mehrere Tausend Menschen zum Opfer gefallen sind, beschädigte auch die frühere Benediktinerabtei San José in Caracas. Das heutige Kloster in Güigüe (Kongregation von Sankt Ottilien) wurde erschüttert, es gab aber keine Schäden. Beim Einsturz eines anderen ehemaligen Benediktinergebäudes in der Nähe des Flughafens von Caracas kamen 147 kurz zuvor aus den USA deportierte Menschen ums Leben. Am 21. Juni votierte das Generalkapitel der Schweiz-Amerikanischen Kongregation für die probeweise Aufnahme des Priorates Weston (Vermont), das bislang direkt dem Abtprimas unterstand. Am 11. Juni wurden neue Regeln für die Offizialen von Sant’Anselmo in Kraft gesetzt. Der Dienst der Mitbrüder in unserem römschen Haus endet regulär mit Vollendung des 75. Lebensjahres. Am 29. Mai erlangte das St. Mauritius Priorat in Bakonybel (ungarische Kongregation) die Selbständigkeit. Am 1. Juni wurde P. Dr. Izsák Baán Zsolt OSB zum ersten Konventualprior gewählt. Prior Iszák ist auch als Professor in Sant’Anselmo tätig. osb.org
- Brücke in den Osten
Anfang Juli 2026 besuchte eine benediktinische Delegation mehrere russisch-orthodoxe Klöster im Großraum Moskau. Das Programm war in Zusammenarbeit mit dem Außenamt des Moskauer Patriarchats organisiert worden. Die Reise stand in der Tradition benediktinischer Beziehungen mit den Ostkirchen, die dem ältesten Mönchsorden der katholischen Kirche von den Päpsten Leo XIII. und Pius XI. als Auftrag mitgegeben worden war. Die Entstehung des benediktinischen Mönchtums vor dem großen Schisma 1054 und die gemeinsame Erfahrung der klösterlichen Lebensweise erleichtern diese Beziehungen. Der hl. Benedikt und die hl. Scholastika, seine Schwester, werden in den Kirchen des Ostens und des Westens verehrt. Neben dem Besuch mehrerer Mönchs- und Nonnenklöster knüpfte die Delegation Kontakte mit höheren Bildungseinrichtungen der Russischen Orthodoxen Kirche, die im allgemeinen von Mönchen geleitet werden. Ein feierlicher Gottesdienst in der katholischen Kathedrale von Moskau rundete den Besuch ab. Die Delegation wurde von Abtprimas Jeremias Schröder angeführt. Teilnehmer waren die Erzäbte Luca Fallica von Montecassino und Cirill Hortobágyi von Pannonhalma, Abt Urban Federer von Einsiedeln, Äbtissin Noemi Scarpa von Sant‘Anna in Bastia Umbra als Vertreterin aller italienischen Benediktinerinnen, sowie Sr. Rafaela Kołodziejak und P. Sebastian Hacker aus Wien, Prof. Sr. Manuela Scheiba aus Alexanderdorf bei Berlin und P. Adalberto Piovano aus Dumenza bei Mailand. Als Zeichen der geistlichen Verbundenheit überbrachten die Benediktiner eine Reliquie des hl. Apostels Andreas und eine Faksimileausgabe des Schreibens Pacis Nuntius von Papst Paul VI. aus dem Jahr 1964, mit welchem der Papst den heiligen Benedikt zum Patron Europas erklärt hatte. Alle Delegationsmitglieder wurden mit einer Ikone beschenkt, welche den Hl. Benedikt von Nursia zusammen mit dem Hl. Sergius von Radonesch darstellt, dessen Leben und Werk große Ähnlichkeit mit dem des hl. Benedikt als Patriarchen des westlichen Mönchtums aufweist. Beide bringen Christus die Klöster dar, die sie gegründet haben und die bis heute bestehen – die Erzabtei Montecassino und die Dreifaltigkeitslavra in Sergiev Posad. Christus hält das Wort des Evangelium auf Latein und Kirchenslawisch in Händen: „auf dass sie eins seien“ (Joh 17, 21). osb.org
- Einige neue, von AIM unterstützte
Projekte Einige neue Projekte: Schulungen: https://www.aimintl.org/de/our-projects/category-formation Bauprojekte: https://www.aimintl.org/de/our-projects/category-constructions Entwicklung: https://www.aimintl.org/de/our-projects/category-d%C3%A9veloppement Beschäftigung: https://www.aimintl.org/de/our-projects/category-gagne-pain Treffen: https://www.aimintl.org/de/our-projects/category-meetings-et-assembl%C3%A9es Diese von AIM finanziell unterstützten Projekte werden auf der Website vorgestellt. Sie können die Arbeit von AIM mit Gemeinden unterstützen, indem Sie über den Reiter „Unterstützen Sie uns“ oben rechts auf den Seiten spenden. AIM kann Gemeinden nur dank der Spenden von religiösen Gemeinschaften und Förderern helfen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
- Liturgiekurse
Im Juli und September dieses Jahres finden zwei Liturgiekurse statt: 1. Liturgische Inkulturation: Definitionen, Leitprinzipien, Modelle und Kriterien (Dies ist eine Erinnerung an die am 4. Mai veröffentlichte Ankündigung) Online-Kurs – ein Tag Referent: Dom Olivier-Marie SARR, OSB, Abt der Abtei Keur Moussa (Senegal), Professor am Päpstlichen Institut für Liturgie Sant’Anselmo in Rom. Datum und Uhrzeit: 27. Juli 2026, von 8:30 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 17:30 Uhr (Römische Zeit). Format: Online über Zoom, mit Simultanübersetzung ins Vietnamesische, Englische, Französische, Italienische, Spanische, Deutsche, Polnische und Portugiesische. Die Teilnahme an diesem Studientag ist kostenlos. Der Studientag steht allen offen, sowohl den Mitgliedern unseres Ordens als auch externen Interessierten. Anmeldung per E-Mail: liturgia@ocist.org Bitte geben Sie Ihren NAMEN, Ihre SPRACHE und Ihre E-MAIL-ADRESSE an. Sie erhalten den Link zur Teilnahme rechtzeitig. 2. Einführung in den Zisterziensergesang anhand des neuen „Graduale Cisterciense“ Kursleiter: Prof. Dr. Franz Karl Praßl Anreise: 21. September 2026 (19:00 Uhr: Kursvorstellung) Abreise: 26. September 2026 Dieser Kurs richtet sich an alle, die ihre Kenntnisse des Zisterziensergesangs und des neuen „Graduale Cisterciense“ vertiefen möchten. Eine gewisse Erfahrung im Gesang und im gregorianischen Gesang ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Das Programm wechselt zwischen theoretischem Unterricht und praktischen Übungen. Franz Karl Praßl (1954), Doktor der Theologie, ehemaliger Domorganist von Klagenfurt, emeritierter Professor für Gregorianik an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, emeritierter Professor am Päpstlichen Musikinstitut (PIMS) in Rom, Mitherausgeber des „Graduale Novum“, Mitarbeiter am neuen „Gotteslob“ (Gesangbuch), Mitarbeiter am neuen „Graduale Cisterciense“, Autor zahlreicher Publikationen. Teilnahmegebühr (inklusive Unterlagen): 170 € Unterkunft mit Vollpension: 300 € Auskünfte und Anmeldung: P. Nikodemus, Tel.: +49-234-77705-14, gastamt@kloster-stiepel.de ocso.org
- Gedenkmesse im Fernsehen für die Märtyrer von Algerien
Messe am 8. Mai 2026 in der Kathedrale Notre-Dame de Paris (Frankreich) zum 30. Jahrestag der Ermordung der sieben Trappistenmönche von Thibirine, zelebriert von Kardinal Jean-Paul Vesco, Erzbischof von Algier. Messe am 10. Mai 2026 in der Abtei von Aiguebelle (Frankreich) zum 30. Jahrestag der Ermordung der sieben Trappistenmönche von Thibirine, geleitet von Kardinal Jean-Paul Vesco, Erzbischof von Algier. ocso.org
- Ein neuer Meilenstein für die AIM
Die Alliance InterMonastères wächst Im Jahr 2025 hat die AIM ihre kirchlichen Statuten erneuert, indem sie ihre Kooperationen ausweitete und die gemeinsame Struktur der drei großen Orden, die der Regel des heiligen Benedikt folgen, hervorhob. Im Einklang mit diesen Veränderungen schlägt die AIM einen bedeutenden neuen Weg in ihrer Entwicklung ein, indem sie neue zivilrechtliche Statuten, einen neuen Namen und ein neues Corporate Design annimmt, um ihre Identität zu fördern, ihre internationale Dimension zu unterstreichen sowie die Kommunikation zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Ein Name, eine Sprache, eine Botschaft Das Akronym AIM hatte im Laufe seiner Geschichte mehrere Bedeutungen. Die letzte Bezeichnung „Alliance Inter Monastères“ stellte mittlerweile ein Hindernis für die internationale Kommunikation dar und war für die aktuelle Entwicklung des Vereins weniger förderlich. Anstatt gezwungen zu sein, die Präsentationen und Briefköpfe in jede Sprache zu übersetzen – was bei diesem Akronym nicht ohne Schwierigkeiten war –, haben wir nun einen einzigen Namen, ein einziges Logo, eine einzige Identität – für alle Sprachen und alle Länder Der lateinische Name „Associatio Internationalis Monastica“ wird diesen Herausforderungen klar gerecht. Als universelle Sprache der Kirche wird Latein in der gesamten katholischen Welt sofort erkannt. Er unterstreicht die institutionelle Würde der AIM im Einklang mit ihrer Koordinierungsrolle zwischen den großen Ordensfamilien. Das Kürzel AIM bleibt unverändert und steht als starkes, international erkennbares Zeichen für eine geeinte klösterliche Bruderschaft im Dienst der Mission der Kirche in der Welt. Eine Entwicklung, die in der Tradition verwurzelt ist Nachdem das bisherige Logo viele Jahre lang verwendet wurde und mittlerweile die Grenzen seiner Zeit erreicht hatte, beschloss die AIM, eine vollständige Neugestaltung ihres Corporate Designs vorzunehmen. Das Ziel ist klar: Das Image des Vereins soll modernisiert und gleichzeitig die Einheitlichkeit seiner Kommunikationsmittel in allen Sprachen gestärkt werden, zum Wohle der drei Standesgruppen, die er vereint. Diese Veränderung stellt keineswegs einen Bruch dar, sondern ist Teil einer umfassenderen Rückbesinnung auf das Klassische, die in vielen kulturellen und institutionellen Bereichen zu beobachten ist. Die AIM reagiert darauf mit einem visuellen Erscheinungsbild, das zugleich vertraut und universell wirkt und ihre spirituelle Botschaft vermittelt: die Verbindung von „Ora et labora“ auf einen Blick. Ein Logo voller Geschichte Im Mittelpunkt dieser neuen Identität steht die Medaille des Heiligen Benedikt, die in Form eines institutionellen Siegels neu interpretiert wurde. Dieses passt perfekt zu einer internationalen Koordinierungsorganisation und vermittelt auf den ersten Blick die Legitimität und die lange Tradition der AIM. Eine Farbpalette voller Botschaften Die neue Farbpalette basiert auf drei sorgfältig ausgewählten Farben: Grün, eine liturgische Farbe, Symbol für Großzügigkeit, Hoffnung und Leben; Gold, das in der gesamten Ikonografie präsent ist und die AIM von der Welt der allgemeinen NGOs abhebt; Pergament, das Natürlichkeit und Einfachheit vermittelt und Wohlwollen ausstrahlt. Die klassische und gut lesbare Schriftart Cinzel rundet das Gesamtbild ab. Eine Identität im Dienste der Bekanntheit der AIM Diese Entwicklung ist Teil einer strategischen Ausrichtung: Die AIM soll weit über die üblichen Kreise hinaus bekannt gemacht, Laien und Partner sensibilisiert sowie internationale Spender gewonnen und an die Organisation gebunden werden. Die neue Kommunikationsstrategie wird schrittweise auf allen Medien des Vereins umgesetzt.












